translate translate
Aktuelles

Hund vergiftet!

Verdacht durch Uni-Tierklinik München bestätigt.

Leider hat sich der traurige Verdacht bestätigt, dass zwei Hunde aus dem Tierheim in Bernau, die auf der sog. "Sportplatzrunde" an der Leine Gassi geführt wurden, Gift aufgenommen haben. Die Hündin hat das überlebt, der Rüde leider nicht. Er starb am 16. September 2019. Aufgenommen hat er das Gift höchstwahrscheinlich am 12. September. In Folge kam es zu inneren Blutungen, die trotz intensiver medizinischer Betreuung bei dem Rüden nicht zu stoppen waren. Dies kann damit zu tun haben, dass er evtl. mehr von dem Giftköder gefressen hat als seine Gefährtin und/ oder damit, dass er eine genetische Disposition zu einer erschwerten Blutgerinnung hatte.
In der Vergangenheit hat es immer wieder Verdachtsfälle von Vergiftungen gegeben, die aber leider nie nachgewiesen wurden. Deshalb hat sich der Vorstand des Tierschutzvereins "Häuser der Hoffnung e.V." entschieden, den langen und teuren Weg über eine komplette pathologische Obduktion zu gehen, um endlich stichfeste Beweise vorlegen zu können. Alle Befunde liegen nun vor und es kann zweifelsfrei gesagt werden, dass der Rüde an einer von außen herbeigeführten Vergiftung starb. Dies bestätigen alle Befunde der Pathologie der Universitätstierklinik München.

WICHTIG: Er starb nicht an einem der handelsüblichen Rattengifte, wie es bei in der Vergangenheit aufgetretenen Fällen vermutet wurde! Leider konnte in der Pathologie nicht festgestellt werden, welches Gift genau die Hunde zu sich genommen hatten, allerdings eines, das - im Gegensatz zu den handelsüblichen Rattengiften - schnell wirkt.

In jedem Fall gilt es, mit besonderer Vorsicht zu reagieren und genau zu schauen, ob und falls ja, was unsere Hunde zu sich nehmen. Gleiches gilt natürlich auch für kleine Kinder, die sich unbedacht irgendetwas Essbares in den Mund stecken, das sie herumliegend finden.

Anzeige einer Vergiftung können sein:

- Übelkeit, Erbrechen, Sabbern
- Durchfall, evtl. blutig
- Mattigkeit, Müdigkeit, Antriebslosigkeit
- Appetitlosigkeit
- blutiges Zahnfleisch, blutige Augenschleimhäute, Blutansammlungen in der Haut (fortgeschrittenes Stadium!)

WICHTIG: Diese Symptome können einzeln oder miteinander kombiniert auftreten. Bei den Hunden im Tierheim trat zuerst Appetitlosigkeit auf, dann schon gleich Zahnfleischbluten, dann sehr schnell Einblutungen ins Gewebe und in die Augenschleimhäute.
Natürlich ist nicht jeder Durchfall und nicht jedes Erbrechen unbedingt auf eine Vergiftung zurückzuführen. Der Hund kann zum Beispiel auch eine bakterielle Infektion haben. Aber im Zweifelsfall lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig zum Tierarzt gehen. Bei Erbrechen und Einblutungen ist es allerhöchste Zeit - immer bedenken, bei einer Vergiftung zählt jede Stunde!

(Häuser der Hoffnung e.V., Clarissa von Reinhardt)

Armani