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Sanierung Grundschule

Entscheidung über Fassade und Dachgestaltung gefallen

Seit mehreren Monaten beschäftigt sich der Gemeinderat Bernau mit der Sanierung und Erweiterung der örtlichen Grundschule. Bereits in den zurückliegenden Sitzungen wurden wichtige Weichen für das Großprojekt gestellt. Das beauftragte Planungsbüro Sommersberger hat die Entwürfe für Grundrisse, Haustechnik und Außenanlagen vorgestellt – und auch die Aufteilung in drei Bauabschnitte wurde schon zuvor beschlossen.

In der Ratssitzung vom 27. November 2025 stellten Frau Sommersberger und Herr Öfele vom Planungsbüro die Planungen im Detail vor. Dabei ging es unter anderem um die Frage, in welcher Ausführung die neue Fassade des ersten Bauabschnitts gestaltet werden soll: als Putzfassade oder in Holzschalung. In Putz bleiben der bestehende Querkörper sowie die geplante Kleinsporthalle. Die Diskussion um Holz oder Putz betraf lediglich den Bauabschnitt 1.

Die Planer ermittelten für die Holzfassade Mehrkosten von rund 100.000 Euro. Während die Holzfassade etwa 165.000 Euro kosten würde, belaufen sich die Kosten für eine Putzfassade auf rund 66.000 Euro. Allerdings weist eine Putzfassade laut Herstellerangaben einen höheren Unterhaltsaufwand auf: Alle 15 bis 20 Jahre wäre ein Gerüst samt Neuanstrich nötig, was mit etwa 42.000 Euro zu Buche schlagen würde.

Auch die Gestaltung des Daches wurde in der Sitzung vorgestellt. Das Planungsbüro präsentierte zwei Varianten – eine mit und eine ohne Dachüberstand. Bis jetzt war immer ohne Dachüberstand geplant worden. Der Dachüberstand würde zusätzliche Kosten in Höhe von 83.000€ auslösen. Die teurere Holzfassade hingegen war bereits in die Kostenberechnung entsprechend eingeflossen.

Die Gestaltung der neuen Fassade wurde nicht allein im Rathaus diskutiert. Lehrerinnen und Lehrer, der Elternbeirat sowie die Schülerinnen und Schüler konnten ihre Meinung einbringen. Der Elternbeirat sprach sich bei einer internen Abstimmung mit sieben zu drei Stimmen für eine Holzfassade aus.

Unter den Schulklassen zeigten sich unterschiedliche Tendenzen: Eine Klasse entschied sich klar für Holz, in zwei weiteren stimmte jeweils eine knappe Mehrheit ebenfalls dafür. Sieben Klassen bevorzugten hingegen eine farbig gestaltete Fassade. Auch das Kollegium befürwortete mehrheitlich eine farbige Lösung, die sich harmonisch in das Schulgebäude und die umliegende Parklandschaft einfügen würde.

Das Lehrkräfteteam betonte, dass eine farbige, zur Corporate Identity der Schule passende Gestaltung die Identität als lebendigen und kinderfreundlichen Lernort unterstreichen könnte. Gleichzeitig sah man auch die Vorteile einer Holzfassade, etwa deren natürliche Ausstrahlung und Nachhaltigkeit, diskutierte aber kritisch den langfristigen Pflegeaufwand und die mögliche Vergrauung des Materials.

Nach ausführlicher Beratung fiel in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Bernau die Entscheidung: Mit 9 zu 6 Stimmen sprachen sich die Rätinnen und Räte für eine Holzfassade aus. Das Dach des neuen Gebäudeteils wird ohne Vordach ausgeführt, mit einer außenliegenden Dachrinne als Abschluss zur Traufe.

Fassade Grundschule

(Die Schule in der nun beschlossenen Variante: Holzfassade am Bauabschnitt 1 ohne Vordach; Quelle: Büro Sommersberger)

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