Die Gemeinde diskutiert die Zukunft der Heizungs- und Energietechnik an der örtlichen Grundschule. Im Zentrum des jüngsten Gemeinderatsabends standen verschiedene Heizungsvarianten, die vom Ingenieur Herrn Lackenbauer (IB Lackenbauer, Traunstein) vorgestellt wurden. Ziel ist es, die Heiztechnik im Rahmen der Schulsanierung zu erweitern, zu modernisieren und nachhaltiger zu gestalten.
Der Gemeinderat befasste sich mit insgesamt fünf Heizungsvarianten, die von der einfachsten Lösung (erneuerbare oder fossile Einzelkessel auf dem aktuellen Stand) bis zur technisch anspruchsvollen Maximallösung (zwei Erdwärmepumpen) reichen. Im Mittelweg wurden ebenfalls Mischformen diskutiert, etwa die Kombination von Pelletkessel und Luftwärmepumpe.
Die finale Entscheidung fiel nach intensiver Diskussion und unter Berücksichtigung von Fördermöglichkeiten und technischen Aspekten.
Neben Fördermitteln wurden auch die Betriebs- und Folgekosten thematisiert. So wurde deutlich: Die Kostenprognose zwischen den unterschiedlichen Systemen – beispielsweise Erdwärmepumpen und Pelletheizungen – ist angesichts unsicherer Strom- und Pellets-Preise schwierig, und rechnet sich eine Erdwärmeheizung meist nur auf die gesamte Lebensdauer. Eine wichtige Entscheidung steht auch beim zukünftigen Nahwärmenetz an, das bislang Schule, Hausmeisterhaus und Haus für Kinder versorgt.
Im Verlauf des Abends plädierten einige Gemeinderäte für die Variante mit Pelletkessel in Kombination mit einer Luftwärmepumpe. Entscheidungen zu alternativen Systemen wie Hackschnitzelheizungen wurden kontrovers diskutiert, da es zwar regionale Vorteile (etwa Nutzung nachwachsender Rohstoffe) gäbe, aber auch logistische Probleme bei der Anlieferung und technische Herausforderungen.
Zudem wurde über zusätzliche Optionen wie eine Photovoltaik-gestützte Wärmepumpe während der Sommermonate, die Erweiterung der Kühlmöglichkeiten im Schulhaus sowie die zukunftssichere Dimensionierung für mögliche Erweiterungen (wie das „Haus der Musik“) beraten. Derzeit werden über die Pelletsheizung an der Schule auch das Netz für Kinder und das Hausmeisterhaus mitversorgt. Auch die Lüftungs- und Kühltechnik steht auf dem Prüfstand, um für pädagogische Konzepte und bauliche Erweiterungen passende Lösungen zu finden.
Am Ende entschied sich der Gemeinderat mit deutlicher Mehrheit für die sogenannte „Variante 2a“ – also eine Kombination aus Pelletkessel und Luftwärmepumpe – und stellte zugleich sicher, dass Erweiterungsmöglichkeiten beispielsweise für das Haus der Musik eingeplant werden. Der Anschluss der bisherigen Wärmenetzabnehmer bleibt bestehen.
Die Entscheidung spiegelt den Willen von Verwaltung und Gemeinderat wider, beim Heizungstausch sowohl ökologische wie auch wirtschaftliche Aspekte und Fördermöglichkeiten zu berücksichtigen, ohne dabei die örtlichen Bedürfnisse und zukünftigen Entwicklungen aus dem Blick zu verlieren.