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Kommunale Wärmeplanung

Abschlussbericht der kommunalen Wärmeplanung vorgestellt

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurden die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung für Bernau am Chiemsee vorgestellt. Andreas Artmann vom Institut für Energietechnik (ife) in Amberg präsentierte, wie die Wärmeversorgung in Bernau künftig ohne fossile Energieträger gestaltet werden könnte.

Ziel der kommunalen Wärmeplanung ist es, aufzuzeigen, welche Möglichkeiten es für eine klimafreundliche Wärmeversorgung gibt – sowohl zentral, etwa über Wärmenetze, als auch dezentral durch individuelle Heizlösungen. Neben zentralen Systemen werden dabei auch erneuerbare und nachhaltige Energiequellen wie Biomasse (Holz, Biogas, Biomethan), Geothermie, Solarthermie und Strom betrachtet.

Die Wärmeplanung dient in erster Linie als fachliche Orientierungshilfe für die Bürgerinnen und Bürger: Sie zeigt Wege auf, wie jedes Gebäude künftig effizienter und nachhaltiger beheizt werden kann. Die Entscheidung, welche Heizlösung zum eigenen Haus passt, bleibt selbstverständlich weiterhin bei jedem selbst. In die Wärmeplanung hat die Gemeinde rund 57.000€ investiert, davon wurden 90% durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

Das Fazit der Untersuchung: Für den bestehenden Gebäudebestand in Bernau ist der Bau eines großen Wärmenetzes derzeit nicht wirtschaftlich. Dafür sind die Abnahmemengen zu gering, der Preis für den Endverbraucher wäre zu hoch – viele Gebäude sind bereits gut saniert und benötigen nur noch wenig Heizenergie. In Neubaugebieten hingegen könnten kleinere, lokale Wärmenetze durchaus Sinn ergeben. An dieser Stelle finden Sie natürlich auch den umfassenden Abschlussbericht über die Kommunale Wärmeplanung für Bernau.

Um die Ergebnisse anschaulich zu erläutern, lädt die Gemeinde zu einer Bürgerinformationsveranstaltung am Dienstag, den 17. März, um 19:30 Uhr im Saal des Gasthofs Kampenwand ein. Dort wird Herr Artmann die zentralen Erkenntnisse der Wärmeplanung vorstellen. Ergänzend berichtet Energieberater Herr Korndoerfer von der Verbraucherzentrale in seinem Vortrag „Mein Haus – meine Möglichkeiten“, welche individuellen Heizlösungen für Eigentümerinnen und Eigentümer sinnvoll sein können.

Ab dem 23. März steht Herr Korndoerfer zudem wieder regelmäßig für Energieberatungen in Kooperation mit der Verbraucherschutzzentrale im Rathaus zur Verfügung (Terminvereinbarung über Frau Fitzner, 08051/8008-16). Die Gemeinde freut sich auf rege Teilnahme und viele interessierte Fragen.

Nationale Klimaschutzinitiative

Angaben zum Vorhaben
Titel und Förderkennzeichen:
KSI: Kommunale Wärmeplanung für die Gemeinde Bernau am Chiemsee (67K28365)

Laufzeit:
Die Förderphase läuft von 01.08.2024 bis 31.07.2025 (Verlängerung bis 28.02.2026)

Fördergeber:
Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Projektträgerschaft:
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH

www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie

Vorstellung Wärmeplanung Infoveranstaltung

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