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Agri-PV-Anlage

Gemeinderat gibt grünes Licht für Agri-PV-Anlage an der A8

Der Gemeinderat hat mehrheitlich der Errichtung einer sogenannten Agri-PV-Anlage zugestimmt. Die neue Anlage soll direkt an der A8, hinter dem Campingplatz Mariengrund, entstehen. Von der Priener Straße aus ist sie kaum zu sehen und fügt sich laut Planern harmonisch in das Landschaftsbild ein.

Errichter und Betreiber der Anlage ist die Solarenergie Südbayern. Geschäftsführer Herr Waldert sowie Projektleiter Herr Waldenburg stellten das Vorhaben in der Sitzung ausführlich vor und beantworteten die Fragen der Gemeinderatsmitglieder. Beide betonten den Beitrag des Projekts zur regionalen Energiewende und zur langfristigen Versorgungssicherheit der Gemeinde.

Ziel des Projekts ist es, nachhaltig Strom aus eigener Erzeugung für die Region bereitzustellen – ein wichtiger Schritt zur Unabhängigkeit und Autarkie der Gemeinde. Nach aktueller Berechnung kann die Anlage rund 1.000 Haushalte mit sauberem Strom versorgen. Zusätzlich wird ein Batteriespeicher eingeplant, dessen genaue Größe derzeit noch ermittelt wird. Dadurch bleibt die Energie auch nach Sonnenuntergang verfügbar.

Besonders hervorzuheben ist, dass die landwirtschaftliche Nutzung der Flächen bestehen bleibt. Die Module werden genau auf die Maschinen des Flächeneigentümers und Bewirtschafters abgestimmt, z. B. klappen sich die Module auch während der Bewirtschaftung nach oben, damit der Landwirt die Flächen dann entsprechend bewirtschaften kann. Das Konzept erfüllt damit die Voraussetzungen einer sogenannten Agri-PV-Anlage im Sinn des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (§ 48 EEG). Das landwirtschaftliche Nutzungskonzept ist bereits in Arbeit, auch die Zertifizierung bei ABCert wurde beantragt.

Die Lage der Anlage an der Autobahn ist laut Baugesetzbuch (§ 35 Abs. 1 Nr. 9 BauGB) privilegiert, was die Genehmigung erleichtert. Außerdem trägt das Projekt spürbar zum Umweltschutz bei: Durch den Betrieb werden jährlich über 1.100 Tonnen CO₂ eingespart – ein Effekt, der rund 51.000 neu gepflanzten Bäumen entspricht.

Parallel arbeitet die Gemeinde gemeinsam mit einer Tochtergesellschaft der bayernwerke an einem Modell für einen regionalen Strommarkt. Dieser könnte es den Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, Strom direkt aus der Anlage zu beziehen. Das Konzept soll in der nächsten Gemeinderatssitzung am 27. November vorgestellt und diskutiert werden.

Lagekarte Agri-PV-Anlage

Lagekarte zum Standort der geplanten Agri-PV-Anlage, die Errichtung ist im gelb umrahmten Feld geplant.

Bild oben: Beispielbild einer Agri-PV-Anlage 

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