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Bauen & Umwelt

Klimaschutzprojekte

Die Gemeinde Bernau übernimmt Generationenverantwortung.

Fotovoltaik Sporthalle

Kommunales Klimaschutzkonzept

Projekt „Bernauer Sporthalle – Fit machen für Klimaschutz und Energiezukunft“ erfolgreich

abgeschlossen – Volle Förderung

Am 05.12.19 trafen sich (siehe Bild) Klimaschutzmanager David Schmidtner, erster Bürgermeister Philipp Bernhofer, sowie Bernhard Loferer vom ausführenden Dachdecker-Meisterbetrieb Loferer GmbH, an der energetisch sanierten Bernauer Sporthalle. Anlass war der offizielle Abschluss des umfangreichen Sanierungsprojektes, durch den Bescheid des Bundesumweltministeriums. Dieser bestätigt, dass die Prüfung des Verwendungsnachweises „keine Beanstandung“ ergab und somit die volle Fördersumme abrufbar ist. Das sei bei den vielen Förderdetails nicht selbstverständlich und stelle ein sehr gutes Zeugnis für die Bearbeitung durch die gesamte Gemeindeverwaltung dar, hebt Bernhofer hervor. Der Kämmerer kann nun den vorbehaltlichen Restbetrag von 40.000 € abrufen, wodurch das Projekt „Bernauer Sporthalle – Fit machen für Klimaschutz und Energiezukunft“ nun vollständig und erfolgreich abgeschlossen wird. Der umfangreiche Antrag zur Bundesförderung von insgesamt 200.000 € wurde bereits 2017 vom gemeindlichen Klimaschutzmanager David Schmidtner beim Ministerium gestellt. So konnte im Jahr 2018 mit der energetischen Sanierung des Hallendachs und der Umstellung der Öl- auf eine Pelletsheizung begonnen werden. Durch diese Maßnahmen werden nun die Mehrzweckhalle und auch der neue Kindergarten klimafreundlich und effizienter mit Wärme versorgt. Denn im gleichen Zuge wurden auch die langjährigen Mängel der Heizungsregelung und -verteilung behoben und optimiert. Ein zusätzlicher Synergieeffekt ist die Einsparung der Kosten für eine separate Biomasseheizung für den Kindergarten, welche aufgrund der energetischen Bauvorschriften bei Neubauten ansonsten nötig gewesen wäre.

Durch das Bündel an Maßnahmen werden künftig 89% der bisherigen Treibhausgasemissionen der Liegenschaft eingespart, das entspricht 143 Tonnen/CO2 pro Jahr.

Mit dieser Maßnahme wurden viele Synergieeffekte genutzt und das vom Gemeinderat beschlossene Klimaschutzkonzept wird weiter Schritt für Schritt abgearbeitet, betont Bürgermeister Bernhofer.

sporthalle

(Foto Gemeinde Bernau) v.l. David Schmidtner, Bgm. P.Bernhofer und B. Loferer

„Bernauer Sporthalle- Fit machen, für Klimaschutz und Energiezukunft“

 
LAUFZEIT

01.03.2018 bis 28.02.2019

BETEILIGTE PARTNER

Klimaschutzmanager, Bauamt, Finanzverwaltung, Fa. Loferer, Fa. Mehlhart, Fa. Kas & Maier, Fa Sauter, BMU - Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, NKI-Nationale Klimaschutz Initiative, PTJ - Projektträger Jülich

ZIEL

Heizenergiebedarf senken, Restenergie klimafreundlich erzeugen, Erhöhung des Nutzerkomforts durch verbesserten Schutz vor Hitze, Kälte und Zugluft.

INHALT

Altbestand:
Die Sporthalle und deren Heizungstechnik waren rd. 30 Jahre alt. Der Primärenergiebedarf für Heizung und Warmwasser entspricht mit rd. 32.000 Liter Heizöl/Jahr 38% des Wärmebedarf aller öffentlichen Liegenschaften, ausgenommen das kommunale Hallenbad.
Ölheizung und Regelungstechnik liefen seit Jahren ineffizient und fehlerhaft. Das Dach wie eine minimale Wärmedämmung auf und ließ eine Dampfbremse/Windbremsfolie vermissen was zusammen schlechten Schutz vor Kälte und Hitze sowie Zugluft zur Folge hatte.

Neuanlage/Sanierung:
Der Alte Ölkessel sowie die Regelungstechnik wurden vollständig saniert bzw. ersetzt durch einen modernen Pelletkessel und effiziente und optimierte Regelungstechnik. Dies erbringt eine Einsparung von 69 % CO2. Die Dacheindeckung wurde vollständig saniert die Dämmung ca. verdreifacht und eine Dampfbremse eingebaut. So wird der Wärmedurchlass mehr als halbiert Einsparung und zusätzlich 20% CO2 eingespart. In Summe werden dadurch 89% CO2 im Vergleich zum Altbestand eingespart, der Hitze und Kälteschutz verbessert sowie die Zugluft reduziert.

Zusatznutzen:
Der in 2018/19 im anliegenden alten Sportheim neu errichtete Sportkindergarten, kann ebenfalls durch die neue klimafreundliche Biomasseheizung der Sporthalle versorgt werden und benötigt dadurch keine zusätzliche eigene Heizung. Diese Synergie spart Investitions- und künftige Betriebskosten und erhöht die Effizienz des Kesselbetriebs und der Brennstoffnutzung durch längere Kessellaufzeiten und geringere „Kaltstarts“ des Kessels. So wird durch dieses energetische  Sanierungsprojekt mehrfach Generationenverantwortung durch die Gemeinde übernommen.

 

Laut Energiebedarfsausweis Altbestand Energetisch saniert Einsparung/Status saniert
Heizenergieverbrauch [kWh/Jahr] 645.138 136.925 79%
CO2-Emission (kg/Jahr) 159.909   16.941 89%
Brennstoffkosten (€/Jahr)   37.994 23.412 38%
Wärmequelle Ölheizung Pelletheizung Nachwachsender klimaneutraler Rohstoff
Dach

6 cm Dämmung,
keine Dichtungslagen,

U-Wert = 0,38 W/(m²xK

16 cm Dämmung,
Dampfbremse,

U-Wert = 0,15 W/(m²xK)

neue leichtere Dacheindeckung

20%

Im Sommer: Erhöhter Hitzeschutz

Im Winter: Verringerter Wärmeverlust/Zugluft

Finanzmittel   550.000 € Förderung 200.000 €/ Eigenmittel 350.000 €
klimaschutz projekte
ptj
gemeindewappen

Die Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Programme, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein Breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung der Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.“

PTJ - Projektträger Jülich Forschungszentrum Jülich
www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen